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Startseite Bronzezeithof Uelsen

Museum.Gesellschaft.Zukunft.

„Museen sind Orte der Zukunft! Viele Menschen denken, Museen seien auf die Vergangenheit gerichtet, denn Bestandteile der Sammlungen sind oftmals historische, also „alte“ Objekte. Doch das, was heute historisch ist, war einmal topmodern, und schon jetzt finden viele Dinge der Gegenwart Eingang in Museumssammlungen. Museen bewahren heute, woran wir uns morgen erinnern wollen. Deshalb arbeiten Museen nicht rückwärtsgewandt – im Gegenteil! … Sie sensibilisieren für Probleme, Widersprüche und Konflikte und regen zum Nachdenken an.“

„Das Motto des Internationalen Museumstages 2015 rückt die Rolle der Museen in der Gesellschaft und damit ihren Anteil an der Mitgestaltung der Zukunft in den Fokus.“
 
Am 17. Mai war es soweit: der Bronzezeithof war zum ersten Mal beim Museumstag dabei. Wieso erst jetzt? Schließlich wird der Museumstag ja bereits zum 38. Mal durchgeführt. Am Anfang des Jahres fiel unser relativ leerer Veranstaltungskalender auf – wir hatten kaum eigene Veranstaltungen, und es sollten keine weitere über ein ganzes Wochenende gemacht werden. Ja, aber... nur Sonntags eine kleine Veranstaltung müsste es doch geben, oder?! Ja, das ging, und am Museumstag mit sehr großem Erfolg. Wir wurden förmlich von Besuchern überrannt.

Unser Ziel war es, unseren Besucher zu zeigen, was wir außerhalb der normalen Sonntage zu bieten haben, und das ist nicht gerade wenig.

So gab es originale Leichenbrandfunde, zum Teil noch in Urnen, zu bewundern. Besucher durften sogar eine Urne wissenschaftlich mit Sieb und Pinsel untersuchen. Allerdings gab es dafür natürlich keine echte Urne mit echtem Leichenbrand, sondern dafür speziell vorbereite Gefäße. In dem Trubel fand leider niemand die Zeit, sich die Urnen näher anzusehen. In einem der Gefäße versteckten wir ein bronzenes Rasiermesser.

Dann stellten wir die Ergebnisse der letzten Urnenuntersuchungen in Oldenburg vor und zeigten sie auf einer Tafel. Dazu wurden über dem Ausgrabungsplan die Grundrisse der heutigen Baugrundstücke und Häuser gelegt und die bisher untersuchten Urnen markiert. Insgesamt waren es 20 untersuchte Befunde, davon stehen 10 in der Ausstellung im Blekkers Hofcafé. Auffällig ist die Altersstruktur der Bestattungen – auch wenn nicht alle der dort Bestatteten zur gleichen Zeit lebten – so sind die Altersgruppen über 40 Jahre, 20-40 Jahre und Kinder etwa gleich stark. Über die Gründe ist nichts bekannt, und es kann wahrscheinlich besser beurteilt werden, wenn alle Urnen untersucht wurden.

An den anderen Plätzen wurde gezeigt, was wir Schulklassen und für Kindergeburtstage anbieten. Dabei wurde besonders gerne Stockbrot am Lagerfeuer gebacken. Der Teig schmeckt etwas süßlich und trifft nicht nur den Geschmack von Kindern.
Auch die Nachfrage nach Bogenschießen und Speerwerfen war hoch. Während Speerwerfen eher Jugendliche anzog, begeisterten sich viele Jüngere und Junggebliebene fürs Bogenschießen. Speerwerfen ist ein neues Angebot; wir bieten es erstmals in dieser Saison an.
Neu ist auch unser Angebot für Kinder, zu töpfern und Speckstein zu schnitzen. Dabei werden wahlweise mit selbsthärtenden Ton oder Ton aus der Grube modelliert und die getöpferten Dinge auf einem Lehmofen getrocknet. Die Specksteine sind vorgebohrt und können auf Schnüren aufgezogen als Ketten getragen werden.

Etwas Besonderes war dieser Tag auch durch das frische Brot aus dem Lehmofen, dem ziemlich authentischen Bronzeguss und dem Vortrag „Wie Feuer gemacht wurde: von der Stein- bis zur Neuzeit“.

Etwa 400 Besucher haben wir gezählt und haben von ihnen durchweg begeisterte Rückmeldungen bekommen. 2016 ist der Museumstag am 22. Mai, dann mit dem Thema „Museen in der Kulturlandschaft“. Ein Motto wie maßgeschneidert für den Bronzezeithof.

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